Mütze, Falt-Helm oder Airbag : Drei innovative Fahrradhelme

Sicherheit ist beim Rad fahren ein Muss! Foto: Eric Leslie/Flickr

Ob Mütze, Falt-Helm oder Airbag, Sicherheit ist beim Rad fahren ein Muss! Foto: Eric Leslie / Flickr, CC

Unbequem, unhandlich und nicht zuletzt auch modisch fragwürdig: Das sind gängigen Vorurteile, die vielen Radlern zum Thema Helm einfallen. So trägt nur fast jeder siebte Radfahrer in Deutschland einen Helm. Unser Autor Jan, selbst begeisterter Radfahrer, stellt euch heute drei innovative Fahrradhelme vor, die so gar nichts mit normalen Fahrradhelmen zu tun haben! 

Das Fahrrad wie wir es heute kennen hat sich seit 100 Jahren nicht wesentlich verändert. Kettenantrieb, luftgefüllte Reifen, Lenker – das alles ist in der Grundstruktur gleich geblieben. Auch bei den Fahrradhelmen, die seit den 1980er Jahren aufgekommen sind, hat sich lange Zeit nichts Revolutionäres getan – bis jetzt.

Helm oder Mütze: Der Ribcap aus der Schweiz

Foto: Ricap

Sieht aus wie eine Mütze, doch im Inneren verbirgt sich ein Fahrradhelm. Foto: Ribcap

Die modische Frage versucht das Schweizer Unternehmen Ribcap zu lösen. Deren Soft Protection Mütze ersetzt zwar einen Helm nicht ganz vollwertig, hält aber dafür im Winter angenehm warm – und sieht wirklich stylisch aus. Der Mützenhelm wird mit einem Verschluss unter dem Kinn befestigt, damit er auch beim Sturz auf dem Kopf bleibt.
Wichtig ist die Atmungsaktivität. Der Ribcap, der aus 50% Merino und 50% Acryl besteht, wirkt kühlend, denn dank Coolmax-Extreme-Innenfutter wird Feuchtigkeit heraustransportiert.

Wie viel Helm tatsächlich im Ribcap steckt, hat die Universität von Straßburg getestet. Das Ergebnis: Die kritische Aufprallgeschwindigkeit kann durch das Tragen eines Ribcap um 55% erhöht werden. In allen Aufprallkonfigurationen gab es danach deutlich niedrigere Verletzungsrisiken. Dennoch vermerkt das Unternehmen auf der Verpackung, dass nicht die gleiche Schutzwirkung wie bei einem Helm bestehe. Der Ribcap ist in verschiedenen Modellen und Farben erhältlich und kostet ab 86 €.

Zusammenschieben und losfahren: Der Closca Fuga aus Spanien

Closca-Fuga_bike-to-fun_

Stylisch, zusammenklappbar und platzsparend: Das ist der Fahrradhelm Closca Fuga. Foto: Closca

Für das spanische Unternehmen Closca spielt ein anderer Aspekt eine wichtige Rolle: die Tragbarkeit des Helms, wenn er nicht gebraucht wird. Der Helm besteht aus drei beweglichen Ringen, die man zusammenschieben und dann in Rucksack oder Tasche leichter transportieren kann. Um den Helm zu tragen, schiebt man die Teilstücke einfach wieder auseinander.

Der Closca Fuga Fahrradhelm ist eine clevere Erfindung um Platz zu sparen. Er richtet sich an den „urban rider“ und outet sich im zusammengeklappten Zustand nicht als Fahrradhelm. Er kostet etwa 60 Euro, die es wert ist zu teilen.

Ein Airbag für Radler: Der Hövding aus Schweden 

Foto: Höveding

Droht der Radfahrer zu stürzen, öffnet sich der Airbag Fahrradhelm automatisch. Foto: Hövding

Sicheren Unfallschutz und gleichzeitig eine ansprechende Optik im Ruhezustand bietet der Helm der Firma Hövding aus dem schwedischen Malmö. Vom Unternehmen als „airbag for cyclists“ betitelt, funktioniert das System tatsächlich so wie es heißt.

Der Radfahrer legt sich eine Art Kragen um den Hals, der ergonomisch geformt und auf die jeweilige Halsgröße angepasst ist. Zudem kann er Farbe und Muster wählen, sodass das ganze wie ein modisches Accessoire wirkt. Nachdem der Radler einen am Reißverschluss des Kragens befindlicher Knopf eingeschaltet hat, registriert ein Sensor 200 Mal in der Sekunde die Bewegungen des Radfahrers. Wenn dieser stürzt, erfasst der Sensor die ungewöhnlichen Bewegungen und bläst innerhalb von 0,1 Sekunden einen Airbag auf. Das geht so schnell, dass der Kopf geschützt ist, bevor es zum Aufprall kommt. Eine luftgefüllte Haube, die nur ein kleines Sichtfeld frei lässt, schützt den Kopf weitgehend und an den Stellen, die laut Unfallstatistik am häufigsten betroffen sind.

Der Hövding besitzt einen aufladbaren Akku und kostet zurzeit noch 299 €. Nachhaltig ist der Helm nur bedingt, denn nach einem Unfall ist er nicht mehr zu gebrauchen. Nach einem Crash gibt es den neuen zweiten Helm immerhin dann aber für nur noch 199 €.

Und wie ist Deine Meinung zu Fahrradhelme? Was für einen Helm hast Du und würdest Du dir einen dieser Modelle kaufen? Wir freuen uns auf Deinen Kommentar! 

2 Gedanken zu „Mütze, Falt-Helm oder Airbag : Drei innovative Fahrradhelme

  1. Ich hab einen Ked und trag ihn jedes Mal. Zugegebenerweise klingt ein faltbarer Helm für mich am interessantesten, den dann kann schon nerven, wenn das Teil dauernd am Rucksack rum baumelt.

  2. Hi. Zum Hövding Airbag ist noch zu sagen, dass er in verschiedenen Größen erhältlich ist und zudem auch super per USB zu laden geht. Eine Anschaffung lohnt sich denke ich für bestimmte Zielgruppen sehr. Gerade Business Leute die auf Ihre Frisur achten möchten.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s